Der Winter in Finnland….
……..ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Kein
Verlass: +2 Grad, statt - 28 Grad
wie 2006, es tropf und taut wolkengrauverhangen….
Ganz anders aber die Stimmung der über einhundert finnischen Delegierten plus
ihrer Frauen, die zum AGM der „Old Tablers Suomi“ nach Lempäälä-Valkeakoski
(wie bitte?, schwierig auszusprechen?
lächerlich, das können hierzulande doch
schon die kleinen Kinder) angereist sind.
Präsident Reijo Jakovuori hat in ein schönes Hotel
geladen, zwischen Seen und Wälder auf der einen, einer gigantischen
Papierfabrik auf der anderen Seite.
Was unsere finnischen Freunde auszeichnet, ist die ruhige
Fröhlichkeit, die ausstrahlende Harmonie, die über alle mühsamen
Sprachgrenzen hinweg spürbare Herzlichkeit. Und was die Treffen dort für uns
Mitteleuropäer so hervor hebt, ist die Bestätigung aller Vorurteile, die Erfüllung
aller Erwartunge: Wald – Wasser – Eisfischen – Sauna – Hochprozentiges
– alles vom feinsten. So auch das Programm für die aus fünf Ländern
angereisten Delegierten. Zuerst einmal Eisfischen:
das Loch weit draußen auf dem See, nur mit Autos erreichbar. Dicke fette Zander
viele Kilo schwer im Netz. Snowmobil–fahren, bandscheibentestend, als
weiteres highlight, stets betreut und umsorgt von wetterfesten, kälteerprobten
Tablern. Dazu schleudertechnische Übungen auf der weiten hindernisfreien Eisfläche
in einem angejahrten Audi. Richtig
was für große Buben. Olde Tabler.
Nahtlos anschließend die Besichtigung einer riesigen Bäume
verarbeitenden, eine halbe Million Euro teuren Maschine: den grokalibrigen Baum
fassend, abschneiden, entasten und portionieren, alles
in längstens einer Minute. Ehrlich! Wir brauchen danach Kraftnahrung am
offenen Feuer, heiße Fischsuppe, Würstchen und na ja was trinkt man schon bei
nasser Kälte?.
Nächster Programmpunkt in Finnland? Die Sauna, richtig
geraten. Wie aus dem Bilderbuch die Hütte oberhalb des waldumsäumten Sees, der
beschwerliche eisesglatte Weg zum Steg hinunter, das Loch im Eis – wir schauen
schon recht verhalten dorthin, denn
keiner will sich ja eine Blöße…. – apropos Blöße – war ja schon ungewöhnlch,
so Backe an Backe, Präsidenten, Vizepräsidenten, internationale Schatzmeister
und –sekretäre, einfache IRO´s und finnische aber nichtsdesttrotz gehärtete
floormembers in der 90 Grad heißen Sauna – und dann über glattes Eis,
Haltung wahrend, so ganz ohne alles, durch Schnee, runter in den See, ins dunkle
eiseskalte Wasserloch whaou
abtauchen – der Chronist schafft drei Gänge, es reicht wirklich,
dreimal tief eingetunkt, alles am Manne schrumpelt,
grauenhaft, zur Bedeutungslosigkeit verurteilt. Glücklicherweise keine die
Fotoapparate. Ein Geschenk dann die
wärmenden Getränke, was wohl…. und die wieder gewonnnene, wärmende
Bekleidung.
Zurück ins Hotel, dort, wo hautnah Wälder und eine
holzverarbeitende Fabrik eine finale Ehe eingehen, dort wo am Abend das Welcome
zelebriert, am nächsten Tag routiniert zu Beginn der eigentlichen
AGM-Tagesordnung die internationalen Gäste – alle im feinen Zwirn - begrüßt werden, wo unser internationaler Präsident Uwe
Kerstan pflichtgemäß und staatstragend vorträgt – und wo wir dann als Gäste
entlassen werden zum nächsten Tagesordnungspunkt, der Besichtigung eines in
Finnland einzigartigen Shoppingcenters.
Was bewegt die 1500 finnischen Old Tabler, die sich, einem
alten Brauch folgend, „Brüder“
nennen? Glücklicherweise und dank einer klugen Politik der Präsidien – nicht
wesentliches. Finnland ist kein Land der unruhigen Verprobung neuer
Artikulationen: die Altersgrenze nach wie vor unverrückbar 40, RT „spuckt
dieses Jahr wieder an die hundert Ex-Tabler aus“, von denen die meisten zu OT
wechseln. Das bedeutet allein in diesem Jahr einen Zuwachs von zwei Tischen,
jetzt also 78. Und statt 1500 jetzt 1600 „Brüder“. Regionaler Schwerpunkt
der OTs Mitte Finnland bis hinunter nach Süden, eigentlich westlich der
Bahnlinie Helsinki - Rovaniemi. Östlich davon ist es dunkel, OT -
Entwicklungsgebiet, obwohl es dort eine Reihe RT´s gibt, die sich aus uns
unbekannten Gründen einfach nicht
so für OT erwärmen können. Das, so das neue Präsidium, muß anders werden!
Allerdings: die Wölfe und auch Bären dort nehmen dramatisch zu, Karelien läßt
grüßen. Das hat aber nichts mit OT zu tun.
Fröhlich und stilvoll gleichermaßen die Übergabe der Präsidentenämter
und – Kette von Reijo auf Jyrki Lounatvuori aus Seinäjoki, ca. 170 km
nord-nordwestlich von Tampere, damit auch der Ort des AGM´s 2008. Flankiert von
Matti Hinttala, dem derzeitigen IRO und überüberübernächsten
Internationalen Präsidenten. Hat da jemand was von Stabilität gesagt, von Verläßlichkeit?
Auf unsere finnischen Freunde kann 41 International bauen!