zur Startseite - klick hierDer Vortrag des Abends von Hans-Dieter Hormuth trug den Titel: Privatfliegerei

Hans-Dieter besitzt seinen Pilotenschein seit vielen Jahren, ist Mitglied im "AERO-CLUB

Heidelberg" und hat in dieser Zeit per Flugzeug alle Ecken Europas bereist. So um die 1500 Flugstunden kommen zusammen. Das ist bei, sagen wir mal 120 km/h, gut 4 mal um die Erde!!

--Den nun folgenden Text habe ich mit einigen Statements und Bildern aus dem Internet angereichert....:

Der ’Heimat-Flughafen’ ist Mannheim mit Kennung EDFM. Der Club unterhält 2 Maschinen:

Einen Schulterdecker, eine Cessna 172 Rocket (wenn Ihr mal einen Brummer mit der Kennung

D-EMBS seht, dann ist es diese...) und einen Tiefdecker, eine ’Piper PA 28’ (Kennung D-ESAH). Beide Maschinen sind mit IFR ausgerüstet, d.h. Instrumentenflug tauglich (also, wenn man nur noch wenig oder nichts mehr sieht.....)!

Am 18 Dezember 1949 gründeten 108 Personen die Interessengemeinschaft Heidelberger Segelflieger und Modellbauer.

Im März 1950 wurde die Interessengemeinschaft in AERO-CLUB Heidelberg umbenannt. Der Verein besteht heute aus einer Segel- und einer Motorflugabteilung.

1999 besaß der Verein 100 ordentliche Mitglieder, davon 45 in der Motorfluggruppe.

11 von den Motorfliegern sind oben vor ihrem Tiefdecker zu sehen. Unser Referent ist unschwer in der Mitte auszumachen.

Die Motorfluggruppe veranstaltet jährliche Reisen. Die Reisen der letzten Jahre gingen unter anderem nach Prag, Korsika, Irland, Griechenland und ans Nordkap.

Fliegen ist relativ teuer, so die gängige Meinungl. Sicher, fliegen ist nicht billig, aber verglichen mit anderen Hobbies sicherlich auch für den Durchschnittsverdiener erschwinglich. Der Aero-Club Heidelberg erhebt keine Aufnahmegebühr.

Der Jahresbeitrag beträgt 265 Euro und die Flugzeuge kosten pro Stunde 130 Euro im Zehnerblock. Bei der Einzelbuchung erhöht sich der Preis auf 142 Euro. Dieser Preis ist der "Naßpreis" d.h. incl. Sprit und aller Nebenkosten außer den Landegebühren.

Wirklich teuer ist allerdings das Fliegenlernen, die Ausbildung zum Privatpiloten. In einem Zeitraum von 4 bis maximal 24 Monaten sind 45 Flugstunden und 9 x 16 Stunden Theorie zu bewältigen. Dabei kostet die Fliegerei mindestens so um die 10.000 € und der theoretische Unterricht noch mal ca. 2000 € ! Wer auch eine Nachtflugqualifikation erwerben möchte, muß weitere 1000 € einplanen.

Die eigentliche Fliegerei unterliegt einem sehr genauen Reglement. Man muß einen genauen

Flugplan erstellen, der in ein standardisiertes Formblatt einzutragen ist. Von Beginn bis Ende jeden Fluges hält man Funkkontakt zu den jeweiligen Flugkontrollstellen. Der

Sprechfunkverkehr läuft für die diversen notwendigen flugtechnischen Dialoge erstens nur englisch und zweitens im wesentlichen in festgelegten Buchstabengruppen ab. Diese für den Laien völlig unverständliche ’Kommunikationssprache’ nennt sich ’Phrase Logic’.

Das nächste wichtige Element ist die Navigation. Man plant und findet seinen Weg mit Hilfe entsprechender Flugkarten, auf denen (einem Schnittmuster nicht unähnlich) bestimmte Flugrouten schon vorgezeichnet sind. Per Kompaß kann man nun die Richtung einhalten, und per GPS bekommt man (heutzutage) sehr bequem die genaue jeweilige Position. Eine Vielzahl weiterer nützlicher Instrumente: Höhenmesser, Künstlicher Horizont, Geschwindigkeitsmesser,

Variometer (zeigt Steige- bzw. Sink-Geschwindigkeit an), sowie diverse Instrumente, die die Funktionen von Motor(en) und anderem Gerät anzeigen.

Zum Schluß bot uns Hans-Dieter mit einem Video ein paar schöne Eindrücke seines letzten Ausflugs ins Baltikum.

Soweit der Vortrag

 

 

Was nun abgesehen von Phrase Logic wirklich so im Äther verhandelt wird, mögen die folgenden Mitschnitte zeigen.......:

Tower: 'Um Lärm zu vermeiden, schwenken Sie bitte 45 Grad nach rechts.'
Pilot: 'Was können wir in 35 000 Fuß Höhe schon für Lärm machen?'
Tower: 'Der Krach, wenn Ihre 707 mit der 727 vor Ihnen zusammenstößt!'

Tower: 'Sind Sie ein Airbus 320 oder 340?'
Pilot: 'Ein A 340 natürlich!'
Tower: 'Würden Sie dann bitte vor dem Start
auch die anderen beiden Triebwerke starten?'

Pilot: 'Guten Morgen, Bratislava.'
Tower: 'Guten Morgen. Zur Kenntnis: Hier ist Wien.'
Pilot: 'Bin jetzt im Landeanflug auf Bratislava.'
Tower: 'Hier ist wirklich Wien.'
Pilot: 'Wien?'
Tower: 'Ja.'
Pilot: ' Aber warum? Wir wollten nach Bratislava.'
Tower: 'Okay. Dann brechen Sie Landeanflug ab und fliegen Sie nach links.'

Pilot: 'Haben nur noch wenig Treibstoff. Erbitten dringend Anweisung.'
Tower: 'Wie ist ihre Position? Haben Sie nicht auf dem Schirm.'
Pilot: 'Wir stehen auf Bahn 2 und warten seit einer Ewigkeit auf den Tankwagen.'

Tower zu einem Piloten, der besonders hart aufsetzte:
'Eine Landung soll ja kein Geheimnis sein.

Die Passagiere sollen ruhig wissen, wann sie unten sind.'
Pilot: 'Macht nichts. Die klatschen eh immer.'

Pilot: 'Da brennt eine Landeleuchte.'
Tower: 'Ich hoffe, da brennen mehrere.'
Pilot: 'Ich meine, sie qualmt.'

Tower: 'Haben Sie Probleme?'
Pilot: 'Hab den Kompass verloren.'
Tower: 'So wie Sie fliegen, haben Sie alle Instrumente verloren!'

Tower: 'Nach der Landung bitte zu Taxiway Alpha 7, Alpha 5, Whiskey 2, Delta 1und Oscar 2.'
Pilot: 'Wo ist denn das? Wir kennen uns doch hier nicht aus.'
Tower: 'Macht nichts. Bin auch erst zwei Tage hier.'

Pilot: 'Erbitten Starterlaubnis.'
Tower: 'Sorry, wir haben Ihren Flugplan nicht. Wo wollen Sie hin?'
Pilot: 'Wie jeden Montag nach Salzburg.'
Tower: 'Aber heute ist Dienstag!'
Pilot: 'Was? Dann haben wir ja frei.'



Pilot: 'Gibt's hier keinen Follow-me-Wagen?'
Tower: 'Negativ. Sehen Sie zu, wie sie allein zum Gate kommen.'

Tower: 'Höhe und Position?'
Pilot: 'Ich bin 1.80 m und sitze vorne links.'

Tower zu Privatflieger: 'Wer ist alles an Bord?'
Pilot: 'Pilot, zwei Passagiere und ein Hund.'
Tower, nach harter Landung des Fliegers: 'Ich nehme an, der Hund saß am Steuer?'

Tower: 'Haben Sie genug Sprit oder nicht?'
Pilot: 'Ja.'
Tower: 'Ja, was?'
Pilot: 'Ja, Sir!!!'

Tower: 'Geben Sie uns bitte Ihre erwartete Ankunftszeit.'
Pilot: 'Hmmmm... Dienstag würde mir gut passen.


Pilot einer Alitalia, dem ein Blitzschlag das halbe Cockpit lahmgelegt hat:
'Bei uns ist fast alles ausgefallen. Nichts geht mehr. Selbst unser Höhenmesser zeigt nichts mehr an...'
Nach fünf Minuten Lamentieren meldet sich der Pilot einer anderen Maschine:
'Halt's Maul und stirb wie ein Mann!'

 

Controller: "DE..., fliegen Sie weiter im Gegenanflug für die 26, Landenummer 2 hinter einer DC 9 im kurzen Endteil."
Pilot: "Verstanden, fliege weiter für die 29 und folge der DC 6."
Controller: "Nicht ganz richtig: Die Landebahn war 26 und Ihr Verkehr eine DC 9."
Pilot: "Okay, ich folge der DC 26... Wie war die Landebahn ?"

Eine hin und wieder angewandte Methode, den Anflug eines Fliegers im Endanflug zu verzögern, ist das sogenannte Fishtailing, also so etwas wie ein Schlangenlinienfliegen.

Einem Controller war dieser Fachbegriff leider entfallen, doch er wußte sich zu helfen.

Controller: ‘Sabena, can you do a little bit zick zack on the final ?’

Eine Bitte, der der Pilot gern nachkam.

Controller (nach einer Weile): ‘Sabena, where is your present position ?’

Pilot: ‘Sir, we are just passing from zick to zack !’

 

Controller: ’D-E..., ich kann sie kaum verstehen. Es ist sehr laut bei Ihnen.’

Pilot eines anderen Fliegers: ’Entweder hat er's Fenster auf oder er fliegt einen Diesel.’

Pilot der D-E...: ’Noi, noi, des isch Vollgas, des mache mer immer so beim Abhäbe.’