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"Klimawandel" Vortrag vor OT152 Brake am 16.10.2007

 

Gastgeber Jürgen referierte sehr ausführlich über das noch aktuelle Thema "Klimawandel" und stellte die Thematik hierzu aus seiner durchaus "anderen" als der sonst "üblichen" Sicht dar.

Durch den Vortrag ergab sich eine Vielzahl von neuen Denkanstößen, die zu weiteren kontroversen Diskussionen führten.

Die Geschichte der Erde ist die Geschichte von 3,8 Milliarden Jahren Evolution. In dieser Zeit haben sich Epochen unterschiedlichster Populationen und unterschiedlichster klimatischer Verhältnisse im steten Wechsel abgelöst. Nur für eine relativ kurze Erdalterzeit hat es bis jetzt eisbedeckte Pole gegeben. Ihr heutiges Vorhandsein zeigt aber eines eindeutig: Die Erde kühlt sich ab. Vor 20 Millionen Jahren lag die Antarktis-Platte am Äquator, heute hat der Eispanzer eine Rekordfläche erreicht, die noch immer ständig zunimmt ( 16 Mio. qkm bis zu 5.000m dick). In den letzten 10.000 Jahren hat es eine vorher nie gekannte Klimastabilität auf der Erde gegeben. Ein Grund dafür, dass sich als Evolutionsprodukt der heutige Mensch entwickeln konnte. Aber auch er benötigt eine Körpertemperatur von ca. 37-38 °C und das wird nicht ewig – bei der sich abkühlende Erde – möglich sein.

Generell aber ist die Frage des Lebens auf Planeten auch die Lösung des Problems, wie die Energiestrahlen der Sonne (oder Sonnen ) dauerhaft als Energie zum Leben genutzt werden können.

Seit 3,5 Milliarden Jahren sind die Grundlage allen Lebens auf der Erde die Prozessabfolgen der Photosynthese. Die elementar wichtigsten Verbindungen sind hierbei CO² und H²O, ohne sie gibt es kein Leben auf der Erde. Und CO² ist ein Treibhausgas, denn ohne CO² würde in einem Treibhaus nichts wachsen. Der Treibhaus-Effekt ist nur etwas existentiell Lebensnotwendiges, er steht auch am Anfang aller Nahrungsketten auf Erden: Wegen der Fähigkeit, die exothermische Energie aus der Sonnenstrahlung dazu zu nutzen, im C-Atom des CO²-Moleküls die Elektroden auf höhere Energiestufen zu heben. Dieser Vorgang wird dann bei Lebensprozessen unter Energiegewinnung wieder rückgängig gemacht – z.B. Atmung, das CO²-Molekül steht dann wieder zur erneuten "Aufladung" zur Verfügung.

Das CO²-Molekül kommt uns als das verwandlungsfähigste Molekül in seinen vielen Umwandlungsstufen im Leben überall über den Weg: Als Zucker und Stärke, als Grundbaustein aller Fette und Eiweiße, aber auch der Alkohole bis zu seiner härtesten Form, dem Marmor, und natürlich in allen Rohstoffen zur Energiegewinnung vom Holz über Torf und Biomasse bis zu Erdöl und Kohle.

CO² kann sehr vieles – nur nicht auf Dauer die Erde erwärmen. Beispiel: Sommer, 35°C im Schatten: Kühl im Wald, heiss im Bierzelt. Um Wärme abzugeben – über die Photosynthese - bedarf es der exogenen Energiequelle, der Sonne. Und diese hat nicht immer eine regelmäßige gleiche Strahlung, sowie die Erde nicht immer dieselben Winkelstellungen auf den Umlaufbahnen hat. Regionale Klimaänderungen hat es auf Erden schon immer gegeben. Die Mayas mit ihrer Hochkultur sind verschwunden, weil nur über wenige Jahre die Klimaverhältnisse sich in ihrem Kulturgebiet geändert hatten und sie zu überkultiviert waren, um darauf zu reagieren. Anders haben es die Völker bei den großen Völkerwanderungen gemacht, deren Ursache auch in regionalen Klimaveränderungen zu finden ist.

Eines des unsinnigsten Worte unserer Zeit ist der Begriff "globale Erderwärmung". Wie warm ist denn die Temperatur der Erde, wie wird sie gemessen, wo wird sie gemessen. Wir können durch Temperatur-VERGLEICHE willkürlich festgelegter Zeitintervalle bemerken, dass sich irgendwo auf der Erde durchschnittliche Temperaturen erhöhen. Gleichzeitig stellen wir fest, dass sich anderswo auf der Erde – regional – z.B. in Chile, Argentinien aber auch Norditalien die durchschnittlichen Temperaturen drastisch erniedrigen. Das hat im Moment zur Folge, dass sich die Sahara von Süden her begrünt, während gleichzeitig am Horn von Afrika ein Teil-Kontinent sich abspaltet und abdriftet.

Ein weiterer Unsinn ist der Begriff der Prozentualen Reduzierung des CO²-Ausstosses. Welches Ausstosses : Der Industrie, der Autos, der Menschen, der Tiere, der Pflanzen, des vulkanischen Geschehens u.s.w.– vielleicht aller zusammen. Es gibt hier keine absoluten Zahlen – aber viele – gerade unsere Politiker tun so, als ob man das sehr genau wüsste. Nur unsere kluge, naturwissenschaftlich gebildete Kanzlerin müsste wissen, dass 25% von Unbekannt annähernd gleich 40% von Unbekannt ist. Wazlav Klaus- der tschechische Präsident - hat für solches Politgeschwafel die richtige Erklärung: Die CO²-Debatte ist in Zeiten des Unterganges der Ideologien zur Ersatz-Ideologie geworden. Das passt auch wieder zahlenmäßig: Die zahlenmäßig größten Länder der Erde China, Indien, USA und Russland – und damit 80% der Weltbevölkerung - halten sich in übertriebenen Klimafragen sehr zurück.

In 3,8 Milliarden Jahren hat sich das Leben auf der Erde in der Abfolge der Evolution entwickelt. Daraus folgt, es gibt kein Naturrecht auf Arten-Erhaltung. Naturarten werden weiterhin aussterben – nicht nur die Dinosaurier – und neue werden folgen – wie Rohöl-Fressende Algen und Bakterien im Golfkrieg.

Warum driften heute die Auffassungen über die Umwelt und die Ergebnisse der Wissenschaften oft so weit auseinander. Der Segen ist hier gleichzeitig der Fluch: Wir können heute vieles bis ins Kleinste messen und erforschen – nur durch die dadurch entstehende Datenfülle wird es immer schwieriger, alle wissenschaftlichen Ergebnisse in einen allumfassenden Zusammenhang zu bringen. Schon auf einzelnen wissenschaftlichen Gebieten würden dazu alle zur Verfügung stehen Computer-Kapazitäten der Welt nicht ausreichen, dieses zu schaffen. Wir können das Wetter nicht für die nächsten vier Wochen voraussagen – aber beim Klima meinen wird das für die nächsten Jahrzehnte zu können. Nur jeder, der forscht und misst, hat irgendwo seinen Arbeitsplatz, den es zu erhalten und zu verteidigen gilt – das ist menschlich. Außerdem kostet Forschung immenses Geld – und das muss irgendwie wieder reinkommen. Aber das ist nichts Neues – Über Jahrhunderte mussten Wissenschaftler – die in dieser Zeit bedeutende Dinge erforscht hatten - behaupten, dass die Erde eine Scheibe sei, nur so konnten sie in Ruhe ihre Forschungen weiter betreiben.

Unzählig ist der daraus entstandene Unsinn, den Wissenschaftler aller Couleur uns in der Vergangenheit für bare Münze verkauft haben: Kochsalzarme Kost soll den Blutdruck senken – das Gegenteil ist heute bewiesen, die Letalitätsrate wird durch solche Ernährung gesteigert. Der Wald sollte sterben – heute ist er gesünder als je zuvor. Die Erdöl-Reserven sollten bis 2015 zu Ende gehen, heute sind uns mehr Vorkommen als in den 80ziger Jahren bekannt. Die Ozonlöcher sollten immer größer werden – heute nehmen sie immer mehr ab – die Menge des schützenden Ozons, das sich um den Globus verteilt, ist aber konstant geblieben. Horrorszenarien von BSE und Vogelgrippe sind dazu benutzt worden, uns noch mehr durch die Politik gängeln zu lassen und uns immer mehr Geld aus der Tasche ziehen zu lassen.

In diesem Zusammenhang noch die Frage: Wie heißen die weitgehend CO²- und feinstaubfreien Zonen dieser Erde: Wüsten – möchten wir dort leben?

Die Bedrohungen dieser Welt liegen nicht in regionalen oder globalen Klimaverschiebungen. Hunger und Wasserwassermangel und damit verbundene Krankheiten bedrohen einen Grossteil der Menschheit. Hier könnte Abhilfe geschaffen werden, denn 2/3 der Eroberfläche ist mit Wasser bedeckt, leider mit Salzwasser. Aber wir haben die Technologien zum Nutzbarmachen und die Energien, die wir für diese Technologien brauchen. Sie sind gerade in den Regionen reichlich vorhanden, wo wir sie brauchen. Doch – da bin mir einig mit Jean Ziegler, dem ehemaligen UN-Beauftragten für Hungerhilfe einig – solange die 200 größten Konzerne der Welt 52% des Welt-Brutto-Sozialprodukts erwirtschaften, ist dies kein politisches Ziel und unsere Politiker sind nichts weiter als die Marionetten der Konzerne.