zur Startseite - klick hierAm 21.10.2006 besichtigte OT 310 Mannheim das

Nationaltheater Mannheim

Generelles zum Theater:

Am Nationaltheater arbeiten 650 Mitarbeiter in rund 70 Berufen. Das Theater hat vier Sparten: Schauspiel, Oper, Ballett und das Kindertheater Schnawwl. Insgesamt gibt es pro Spielzeit mehr als 1000 Aufführungen. Das Schauspielensemble umfasst 25 Schauspieler, pro Spielzeit werden an die 15 Neuproduktionen gezeigt, 2006/07 sind es 22, da der Schauspieldirektor gewechselt hat.

In der Oper sind 30 Solisten und 54 Mitglieder des Opernchors engagiert, dazu kommen noch 103 Orchestermusiker, 8 bis 10 Premieren pro Spielzeit. Das Ballettensemble umfasst 13 Tänzer, 3 bis 4 Premieren.

Die Finanzierung

Rechtsträger

Rechtsform

Etat:

ca. € 45 Millionen, davon

- etwa € 26 Millionen Subventionen der Stadt Mannheim

- etwa € 12,3 Millionen Subventionen des Landes Baden Württemberg

- etwa € 6,7 Millionen Eigeneinnahmen des Nationaltheaters Mannheim durch Tageskarten, Platzmieten, Gastspiele, Programmheftverkauf, Anzeigenerlöse, Spenden und Sponsoring.

Zur Geschichte:

1777 Eröffnung des Mannheimer Theaters, damals noch Hofbühne, von dem Pfälzer Kurfürst Carl Theodor in B3. Freiherr Wolfgang Heribert von Dalberg war Mannheims erster Intendant und errichtete eine ständige Bühne mit festem Schauspielensemble.

1779 Am 7. Oktober 1779 beginnt die eigentliche Theatergeschichte des Nationaltheaters mit dem Lustspiel "Geschwind, ehe es jemand erfährt". Ab diesem Zeitpunkt werden die Spielzeiten des Nationaltheaters gezählt.

1782 13. Januar Uraufführung von Friedrich Schillers Die Räuber, inszeniert von Heribert von Dalberg.

1783/84 Friedrich Schiller wird als Theaterdichter in Mannheim engagiert. Er prägt wesentlich den Begriff des Nationaltheaters als Bühne mit bürgerlichem Programm in deutscher Sprache, im Gegensatz zu der bis dahin höfischen Theaterkultur.

1943 Das Nationaltheater wird im September bei der Bombardierung Mannheims zerstört. Der Spielbetrieb wird notdürftig im Schwetzinger Schlosstheater und im alten Pfalzbau Ludwigshafen aufrechterhalten.

 

Das Spielhaus — ein Gerhard-Weber-Bau

 

Bunker

Die von den Möblern des Opernhauses im Bunker verwahren Dekorationsteile sind zum größten Teil arbeiten der Bühnen- und Szeneplastiker, teilweise aus dem laufenden Repertoire (Zauberflöte, Ring), teilweise aus abgespielten und eingelagerten Vorstellungen.

Studio Werkhaus

Das Studio Werkhaus ist eine Spielstätte, die für 99 Zuschauer ausgelegt ist und von allen Sparten bespielt werden kann. Traditionell wird das Studio für zeitgenössische und/ oder experimentelle Vorstellungen des Schauspiels oder für Kammeropern genutzt. Derzeit wird es fast ausschließlich von der Sparte Schauspiel genutzt, die neben verschiedenen Stücken auch Einführungsveranstaltungen, Lesungen und Nachgespräche veranstalten.

Der Fundus

Gesamtheit des aufbewahrten Ausstattungsbestands aus 225 Jahren Theater in Mannheim: Kostüme, Requisiten, Dekorationsteile.

Kostümfundus:

Der Kostümfundus des Mannheimer Nationaltheaters ist im Werkhaus und im Probezentrum untergebracht. Die etwa 1.000.000 Kostümteile sind nach Epochen sortiert und mit Code-Etiketten registriert und stehen zur Wiederverwendung zur Verfügung. Der Kostümverleih ist für staatliche Mannheimer Schultheatergruppen, städtische Einrichtungen und eingetragene Theater in Baden-Württemberg möglich.

Der Fundus im Werkhaus umfasst ca. 300 000 Kostümteile.

Fast alle Kostüme werden maßgeschneidert. Nach den Entwürfen des Kostümbildners erstellt der Gewandmeister ein Schnittmuster und schneidet die zusammen mit dem Kostümbildner ausgesuchten Stoffe zu. Genäht wird das Kostüm von den Schneiderinnen. Diese sind auch vor und während der Vorstellungen als Ankleider im Einsatz.

 

Probebühnen

Probezeiten

 

Vom Konzeptionsgespräch zur Premiere

Zum Abschluss der Probenphase erfolgt die Generalprobe, die meist am Abend vor der Premiere unter Aufführungsbedingungen abläuft und eventuell öffentlich sein kann.